Kategorie: Internet
Die Blogosphäre über den NSU-Prozess
Der NSU-Prozess hat begonnen und wird wegen Befangenheitsanträgen erst am 14. Mai 2013 fortgesetzt. Was denkt die Blogosphäre über das Verhalten von Beate Zschäpe? Ich habe mich in der Blogosphäre umgeschaut und die fünf besten Artikel, welche auf von wordpress.com gehosteten Blogs veröffentlicht wurden, zusammengetragen.
Hilft die Google Brille bei der Hexenjagd?
Wer sie bereits hat, kann sich glücklich schätzen und sich zu den “Super”-Nerds zählen. Alle anderen müssen mindestens bis Ende 2013 auf “Google Glass” warten.
Google Glass ist ein Miniaturcomputer, welcher wie eine Brille am Kopf getragen wird, und vor einem Auge Informationen auf einem Display anzeigen kann. Während sich die Datenschützer bereits jetzt die Haare ausreissen, jubeln IT-Experten über diesen technischen Meilenstein.
Es liegt auf der Hand, dass eine solche Technologie missbraucht werden könnte. Vielleicht wartet auch ein Teil der Bevölkerung von Papua-Neuguinea auf diese neue Technologie. Offiziell wird “Witch-hunt”, also Hexenjagd, nicht als Funktion der Google Brille angeboten, jedoch könnten findige Hexenjäger dieses Manko noch ausmerzen.
Mit dem Sprachkommando: “ok, glass, hunt the witch”, soll das Feature “Witch-hunt” ausgelöst werden. Die Brille könnte dann ein Foto der betreffenden Hexe machen, direkt an alle anderen Hexenjäger weiterleiten und ihnen einen Termin im elektronischen Kalender eintragen. Gleichzeitig wird nun im Blickfeld die kürzeste Route zum nächsten Scheiterhaufen oder Richtplatz angezeigt.
Ob und wie Google gegen den Missbrauch der Google Brille vorgehen will, ist bis dato nicht bekannt. Das “The 5-Point Café” in Seattle verbietet Google Glass schon einmal prophylaktisch.
Informiert wie ein Regenwurm
“Ich bin informiert wie ein Regenwurm, ich weiss nur ob es gerade regnet.”
Mit diesem Satz hat mich heute im Zug ein Kollege amüsiert, als ich gerade in einer gedruckten “20 Minuten” blätterte, und er wild auf seinem Smartphone tippte.
Gratiszeitungen eignen sich zur raschen Informationen, in einfacher Form werden die wichtigen und unwichtigen Geschehnisse des letzten Tages versprachlicht. Dass sich viele nur noch über solche Gratiszeitungen (gedruckt oder online) informieren, und anspruchsvollere Publikationen eher selten lesen, wirkt sich stark auf die Unterhaltungen zwischen den Menschen aus. So weiss zwar jeder, dass Hayden Panettiere im Bikini ihren Strandurlaub genoss, die wenigsten haben jedoch vom ersten globalen Waffenhandelsabkommen gelesen. Sind wir ehrlich: Hayden Panettiere macht visuell auch mehr her als Ban Ki Moon.
Wenn nicht gerade ein Atomkraftwerk havariert, dann sind lokale Nachrichten meist auch spannender. Von lokalen und globalen Nachrichten werden wir jedoch überschwemmt. Man kann mit dieser Flut umgehen wie man will, die einen wissen über jedes Ereignis Bescheid, andere verhalten sich wie Regenwürmer.
In der letzten Zeit kaufe ich mir stets den “Spiegel”, weil ich gerne die Hintergründe zu den wirklich wichtigen Themen erfahre, und nicht unbedingt alles wissen muss. Ich möchte kein Regenwurm sein, aber auch nicht alles um mich herum aufsaugen wie ein Schwamm. Ich hab mich deshalb auch noch nicht für ein (Online)-Abo einer Tageszeitung durchringen können. Wenn schon möchte ich selektiv, die für mich wichtigsten, Artikel bei verschiedenen Tageszeitungen lesen können – doch das kostet teures Geld. Wie viel ist anspruchsvolle Information also wert, oder reichen die kurzen Zusammenfassungen von Boulevard-, oder Gratiszeitungen?
