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Dienstags Fünfzehn
Hurra! Die elfte Ausgabe von Dienstags Fünfzehn ist da! Endlich kriegt ihr hier etwas zu lesen. Auch dieses Jahr sind wieder zehn Ausgaben geplant. Heute mit fünf interessanten Buchtipps – in fünfzehn oder weniger Wörtern.
- Der Zauberberg von Thomas Mann
Hans Castorp in der Abgeschiedenheit. - Die Frequenzen von Clemens J. Setz
Zwei Männer. Zwei Geschichten. - Am Abend des Mordes von Håkan Nesser
Barbarotti auf dem Abstellgleis. - Small World von Martin Suter
Eine Geschichte mit und über Alzheimer. - Headhunter von Jo Nesbø
Dieser Headhunter hat sein Leben im Griff.
Buchtipp: Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
100 Jahre wird Allan Karlsson, als es ihm reicht und er aus dem Fenster seines Zimmers im Altersheim steigt und verschwindet. Politiker, Bevölkerung und Presse wollen ihm gebührend gratulieren, doch darauf hat der Greis gar keine Lust. Er begibt sich zum Busbahnhof der Stadt und trifft dort auf einen sehr unhöflichen jungen Mann. Dieser muss dringend auf die Toilette und lässt Karlsson deshalb auf seinen Koffer aufpassen. Noch bevor der junge Mann zurück ist, fährt jedoch ein Bus ein. Kurzerhand steigt Allan in den Bus, und nimmt den Koffer gleich mit. So beginnt Allans Road Trip durch Schweden.
Während Karlsson auf seinem Road Trip neue Freunde findet, erfährt man vieles aus seiner Vergangenheit. So war er 1905 in Yxhult geboren worden, hat dem republikanischen Militär in Spanien als Pyrotechniker gedient und später zur Entwicklung der Atombombe in Los Alamos im Bundesstaat New Mexico beigetragen.
Der schwedische Journalist und Schriftsteller Jonas Jonasson hat mit “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschand” einen Überraschungserfolg gelandet. Die Geschichte von Allan Karlsson lebt von den vielen überraschenden Wendungen, den lustigen Charakteren und dem Charme der Hauptperson. Persönlich wurde es mir mit der Zeit beinahe zu viel, weil es im Leben von Karlsson sehr viele Zufälle gibt. Wenn die Geschichte in eine Sackgasse gerät, hat sich Jonas Jonasson bereits eine mehr oder weniger gute Wendung ausgedacht, und schon geht es völlig kurios weiter.
“Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand” ist ein gelungenes Buch, wer auf fantastische und humorvolle Geschichten steht, der sollte sich das Erstlingswerk von Jonas Jonasson nicht entgehen lassen.
Klappentext
Allan Karlsson hat Geburtstag. Er wird 100 Jahre alt. Eigentlich ein Grund zu feiern. Doch während sich der Bürgermeister und die lokale Presse auf das große Spektakel vorbereiten, hat der Hundertjährige ganz andere Pläne: er verschwindet einfach – und schon bald steht ganz Schweden wegen seiner Flucht auf dem Kopf. Doch mit solchen Dingen hat Allan seine Erfahrung, er hat schliesslich in jungen Jahren die ganze Welt durcheinander gebracht.
Details
Autor: Jonas Jonasson
Verlag: Carl’s Books
Erstausgabe: 2011
Buchtipp: Die Frequenzen
Nach Indigo musste ich mir auch noch ein weiteres Buch des Grazer Autoren Clemens J. Setz antun. Der Roman erschien 2009 beim Residenz Verlag und liess schon damals viele Kritiker jubeln. Mich persönlich hat es nicht durchwegs überzeugen können, zwischendurch gab es Kapitel die mir zu abgehoben erschienen, gesamthaft gefiel mir “Die Frequenzen” jedoch sehr gut – besser als sein jüngstes Werk “Indigo”.
Setz erzählt die Geschichte von zwei jungen Männern. Alexander ist Altenpfleger, welcher früh von seinem Vater im Stich gelassen wurde. Er verfügt über eine ausufernde Fantasie. Als er Valerie, eine Psycho-therapeutin kennenlernt, verliebt er sich in sie. Walter hingegen, Sohn eines erfolgreichen Architekten, möchte vielleicht Schauspieler werden, weiss jedoch nicht, ob er damit nur die Wünsche seines Vaters auslebt. Die Psychotherapeutin Valerie engagiert ihn für Gruppentherapien, wo Walter sein Talent beweisen kann. Alle Figuren in diesem Roman können als leicht verrückt gelten, was die Geschichte umso interessanter macht, gleichzeitig aber zwischen durch zähe Stellen bewirkt, wenn man lieber einmal etwas mehr von der Storyline und weniger von den Gedankengängen der Personen erfahren möchte.
In einiger Zeit werde ich mich bestimmt an weitere Werke von Clemens J. Setz wagen. “Die Frequenzen” und auch “Indigo” zeigen, dass die Literatur keine Nachwuchssorgen hat. Ich bin auf weitere Bücher von ihm gespannt.
Klappentext
Dies ist die Geschichte von Walter, dem Sohn eines Architekten mit Einfluss. Er will Schauspieler werden oder will es nur sein Vater? Walter bekommt seine Chance, als ihn Valerie, eine Psychotherapeutin, die bessere Tage gesehen hat, engagiert, um in Gruppensitzungen fiktive Patientenrollen zu spielen. Doch er geht zu sehr in seiner Rolle auf. Dies ist die Geschichte von Alexander. Er ist Altenpfleger, ein junger Mann mit ausufernder Phantasie, die sich im Schatten einer einsamen Kindheit entwickelt hat. Alexander kündigt seinen Job, und er will seine Freundin loswerden, um mit Valerie zusammenzuleben. Doch die wird eines Tages brutal zusammengeschlagen.
Details
Autor: Clemens J. Setz
Verlag: Residenz Verlag
Erstausgabe: 2009


