Buchtipp: Billard um halb zehn

Buch, Kultur
Billard um halb zehn

Billard um halb zehn

Heinrich Böll darf als mein Lieblingsautor bezeichnet werden. Er war ein deutscher Schriftsteller der Nachkriegsliteratur und erhielt im Jahre 1972 den Nobelpreis für Literatur. Zu seinen bekanntesten Werken gehört auch Billard um halb zehn und heute möchte ich es euch vorstellen. Der Roman erschien 1959, die Geschichte im Buch spielt im Jahre 1958.

Heinrich Fähmel, ein ehemaliger Architekt, feiert seinen achzigsten Geburtstag und möchte eigentlich nur ein ruhiges Fest mit der Familie verbringen. Obwohl sich Heinrich Fähmel eine riesige Familie mit vielen Enkeln vorgestellt hatte, wurde sein Wunsch nicht erfüllt. Zwei Söhne starben, seine Frau sitzt in der Klappsmühle und die Beziehung mit dem lebenden Sohn Robert Fähmel ist schlecht. Während den Vorbereitungen zur Geburtstagsfeier drängen weitere Geschehnisse aus der Vergangenheit an die Oberfläche. Die Familie Fähmel hat sehr vieles einfach unter den Teppich gekehrt.

Wer Heinrich Böll mag, wird Billard um halb zehn lieben. Wer ihn nicht mag, der wird ihn nach der Lektüre dieses Romans lieben. Die verschiedenen, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählten Handlungen können verwirren, man ist angehalten, gewisse Textpassagen eventuell ein zweites Mal zu lesen. Dies tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch.

Klappentext
Drei Generationen einer rheinischen Architektenfamilie werden sich an diesem 6. September 1958 versammeln, um den achtzigsten Geburtstag ihres Oberhauptes zu feiern. Heinrich Fähmel hatte 1907 den Auftrag erhalten, die Abtei St. Anton zu erbauen. Sein Sohn Robert – er spielt täglich von halb zehn bis elf im Hotel Prinz Heinrich Billard – hat als Sprengmeister der Wehrmacht diese Abtei in den letzten Kriegstagen zerstört. Der Enkel Joseph wird am Wiederaufbau beteiligt. In den Gesprächen Roberts mit dem Hotelboy, in Rückblenden und Erinnerungen seines Vaters verknüpfen sich Vergangenheit und Gegenwart, werden die Situationen der einzelnen Zeitabschnitte deutlich.

Details
Autoren: Heinrich Böll
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Erstausgabe: 1959

3 Gedanken zu “Buchtipp: Billard um halb zehn

  1. Das Buch ist wirklich sehr gut, aber definitiv nicht einfach zu lesen. Wem die NZZ zu schwer ist der sollte sich nicht an Billard um halb 10 wagen.

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