Gestatten, Walter – Seite 3 – Prolog

Buch, Kultur

Täglich wird hier eine Seite einer Geschichte veröffentlicht – sie trägt den Arbeitstitel Gestatten, Walter und untersteht dem alleinigen Copyright von Pascal Wiederkehr. Die Geschichte stammt aus einem Manuskript, welches nur grob überarbeitet wurde, und kann deshalb Fehler in Grammatik und Rechtschreibung aufweisen.

Eine alte Dame war in ihrem Haus in Lock Haven brutal ermordet worden, augenscheinlich von geldgierigen Erben. Nichts konnte ihnen nachgewiesen werden, man ging von einem Raubüberfall aus, da die Räuber jedoch nichts gestohlen hatten, stand die Theorie auf wackligen Füssen. Nachbarn hatten einen Wagen gesehen der längere Zeit gegenüber dem Haus stand, das Nummernschild war entfernt worden, nach einem Aufruf in Zeitungen und Fernsehen kam auch noch ein Hinweis aus einer Wendy’s Filiale: der selbe Wagen war dort gewesen, nur die Beschreibung der Täter hätte auf jeden zweiten Amerikaner passen können, ausserdem waren die Überwachungskameras nicht angeschlossen. Sie fragen sich nun wohl wie dann das NYPD an den Fall gelangte, es ist einfach zu beantworten, fünf Tage später war dieser Wagen Schrottreif. Der Fahrer hatte eine Säule gesehen und war direkt in sie hinein gefahren. Wir fanden Faserspuren, die Wendy’s Mitarbeiter erkannten den Toten wieder, nur der zweite Mann blieb im Dunkeln. Nach zwei Jahren wurde der Fall ad acta gelegt, weil nichts auf den zweiten Mann hindeutete. Nur mein Partner arbeitete immer weiter daran, hatte aber von 1981 bis 2010 nicht viel Neues erfahren können.“ Sergeant Muller machte eine lange Pause, trank viel zu schnell Mineralwasser und verschluckte sich dabei. Heftiges Husten folgte darauf. „Entschuldigung, ich bitte um Entschuldigung“, begann er wieder als sich sein Hustenanfall gelegt hatte, „das Alter, ach das Alter. Damit sie nicht einschlafen machen wir hier einen Zeitsprung. Im November 2010 änderte sich dann einiges. Meine Motivation war gesunken, alle Recherchen hatten kaum etwas gebracht, entweder sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht, oder Spuren verliefen plötzlich im Sand. Als der kalte November begann, wenigstens durften wir unsere Wagen mit Standheizung wärmen, brachte mir mein neuer Partner einen Brief, er war an mich adressiert und da ich immer vergass mein Postfach zu leeren, war er mir nicht aufgefallen und ich hätte ihn wohl erst im Januar entdeckt. Ich erhielt selten geschäftliche Post, ausserdem war der Brief handschriftlich angeschrieben. Neugierig öffnete ich das Schreiben, hinter mir können sie den eingescannten Brief sehen. Ich lese nun vor, die Schrift ist nicht mehr so gut sichtbar.

Copyright Pascal Wiederkehr

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