Can’t Deny My Love, FROOT, Religion

Can’t Deny My LoveBrandon Flowers
Das zweite Solo-Album – «The Desired Effect» – des «The Killers»-Frontmanns Brandon Flowers soll am 18. Mai 2015 erscheinen.

FROOT – Marina and the Diamonds
«FROOT» ist die namensgebende Single des dritten Albums von Marina and the Diamonds.

Religion – Blumio
Auch der deutsch-japanische Rapper Blumio beglückt und dieses Jahr mit einem neuen Album: «Blumiologie».

Killepitsch

Drei
Drei

Seit dem 13. April 2012 ist es soweit. Das dritte Studioalbum des Düsseldorfer Rappers Blumio steht in den Ladenregalen. Natürlich habe ich mir Drei sofort gekauft und angehört. Kann Blumio an die Erfolge mit “Hey Mr. Nazi”, “Lass mal über Haie reden” und “Die Welt ist Schwul” anknüpfen?

Ich möchte hier nicht auf alle Songs einzeln eingehen und nur einige hervorheben. Drei hört sich sehr gut an. Wer Blumio kennt merkt, dass er reifer und älter geworden ist. Das Album bewegt sich auf dem gleichen Niveau wie seine Vorgänger und wird sich bestimmt erfolgreich verkaufen. Mir persönlich fehlt aber ein Ohrwurm wie “Lass mal über Haie reden”. Entschädigt wird man mit dem lustigen Track “Killepitsch”. In “Killepitsch” rappt Blumio zusammen mit seinem Düsseldorfer Kollegen JayJay (Knüppel Klopp) und besingt den Düsseldorfer Kräuterlikör Killepitsch. “Der Letzte Samurai” ist eine Antwort auf die eifersüchtige Konkurrenz in der Hip-Hop-Szene, für häufiges Anhören ist der Song jedoch ungeeignet. “Wir Träumen Gemeinsam Von Besseren Tagen” wurde schon letztes Jahr als Single veröffentlicht und sollte als Mahnung an das Vergessen verstanden werden.

Holt euch Drei und unterstützt damit einen Rapper, welcher seinen Weg geht und versucht einen Gegenpol zu stumpfsinnigen Gangster-Rap zu bieten. Blumios neustes Werk ist absolut empfehlenswert.

Streichel mein Bauch

Tokio Bordell

Der deutsche Rapper Blumio startete fulminant, er feierte Erfolge als Imitator von deutschen Rappern. Danach war es lange aussergewöhnlich still um das deutsch-japanische Energiebündel – tatlos sass Blumio jedoch nicht herum. Er gründete das Label Japsensoul und veröffentlichte 2009 sein erstes Album, das Yellow Album. Die viele positive Resonanz auf Songs wie “Lass mal über Haie reden” oder “Hey Mr. Nazi” liessen ihn sofort an einem neuen Projekt arbeiten, welches Ende 2010 erschien. Tokio Bordell zeigte, dass Blumio keineswegs eine Kurzzeit-Erscheinung ist. Für den Einstieg in die Blumio’sche Hip-Hop Welt eignet sich Tokio Bordell, nach meiner Meinung, besser als sein Erstlingswerk. Persönlich empfehlenswert finde ich “Funkyzeit”, “Streichel mein Bauch” und “So geht Hip Hop heute”.

Mittlerweile hat Blumio sein erstes Album nochmals wiederveröffentlicht. Drei neue Tracks, darunter eine Erinnerung an die Atomkatastrophe in Japan, finden sich auf Yellow Album Reloaded.