Filmtipp: The Homesman

Cover The Homesman
The Homesman

In den letzten Jahren erschienen nicht wirklich viele gute Western. Das einst stolze Genre hat stark an Beliebtheit eingebüsst. Drei neue Western (wenn man Quentin Tarantinos «Django Unchained» nicht dazu zählt) haben mich in den letzten Jahren trotzdem überzeugen können. Zum einen «The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford» aus dem Jahr 2007, «3:10 to Yuma» aus dem gleichen Jahr und «True Grit» von 2010. Seit vergangenem Montag kam mit «The Homesman» ein Vierter dazu.

Der Film erschien 2014 und erzählt die Geschichte von Mary Bee Cuddy, gespielt von Hilary Swank (Million Dollar Baby), die ihr Glück im Nebraska Territorium versucht. Das Land ist karg, die Menschen sind schweigsam und die nahegelegene Stadt Loup City pulsiert auch nicht gerade vor Leben. Obwohl Cuddy Land besitzt und finanzielle Sicherheiten hat, ist sie immer noch alleinstehend. Sie gibt sich stark und unabhängig, wünscht sich aber eigentlich eine Familie. Als drei verrückte junge Frauen zur Behandlung in den Osten des Landes nach Hebron in Iowa gebracht werden sollen, nutzt sie diese Gelegenheit. Obwohl die Reise gefährlich ist, will sie keiner der männlichen Bewohner des Territoriums begleiten. Noch vor der Abreise trifft sie aber auf den verkorksten George Briggs, dargestellt von Tommy Lee Jones (No Country for Old Men), der aufgehängt werden soll, weil er ein Haus mit Claim besetzt hat. Gemeinsam machen sie sich auf die beschwerliche Reise.

«The Homesman» zeigt eindrücklich, dass man auch im Jahr 2014 noch gute Western drehen kann. Die Geschichte wird nie langweilig, Tommy Lee Jones, der auch als Regisseur gewirkt hat, und Hilary Swank spielen ihr ganzes Können aus. Die Musik des Films stammt von Marco Beltrami und wurde von der «International Film Music Critics Association» prämiert.

Details
Regisseur: Tommy Lee Jones
Darsteller: Tommy Lee Jones, Hilary Swank
Erscheinungsjahr: 2014

Filmtipp: Kiss Kiss, Bang Bang

Cover Kiss Kiss, Bang Bang
Kiss Kiss, Bang Bang

Kiss Kiss, Bang Bang wurde mir oft empfohlen und trotzdem habe ich ihn erst gestern geschaut. Um es gleich vorwegzunehmen: Ich habe es nicht bereut. Er ist unterhaltend, witzig und manchmal leider etwas bemüht lustig.

Der Film aus dem Jahr 2005 handelt vom Kleinkriminellen Harry Lockhart, der nach einem missglückten Ladenüberfall in ein Casting für einen Hollywood-Film platzt. Die Produzenten sind von seinem Auftritt begeistert und lassen ihn gleich für Probeaufnahmen nach Los Angeles einfliegen. Dort trifft er auf den schwulen und ruppigen Privat-Detektiv Perry van Shrike und die hübsche Harmony Faith Lane, die so gerne Schauspielerin werden möchte. Bei Perry van Shrike soll Harry Lockhart eine Einführung in das Detektiv-Handwerk erhalten, um für den Film vorbereitet zu sein. Zufällig braucht die angehende Schauspielerin Harmony Faith Lane gerade jetzt Hilfe von einem Detektiv.

In der Kriminalkomödie Kiss Kiss, Bang Bang von Regisseur Shane Black (Iron Man 3), spielen Robert Downey Jr. (Iron Man), Val Kilmer (Felon) und Michelle Monaghan (Source Code) ihre Rollen wunderbar komisch. Besonders Val Kilmer fällt auf, der in den letzten Jahren eher den harten Typen gespielt hat. Robert Downey Jr. glänzt mit seiner typischen, etwas exzentrischen Art. Der Film basiert teilweise auf dem Buch Bodies Are Where You Find Them des amerikanischen Schriftstellers Brett Halliday.

Produktbeschreibung (exlibris.ch)
Der charmante Kleinganove Harry (Robert Downey Jr.) gerät bei seiner Flucht vor der Polizei in ein Casting für einen Hollywoodfilm – und er wird prompt engagiert. Um für seine Rolle zu proben, soll er nun als Detective für den schwulen Privatdetektiv Perry (Val Kilmer) arbeiten. Dabei lernt er die schöne Faith Lane (Michelle Monaghan) kennen, die auch Schauspielerin werden wollte, mittlerweile aber jegliche Hoffnung aufgegeben hat. Zu allem Unglück bringt sich auch noch ihre Schwester um, dies jedoch unter sehr mysteriösen Umständen, die auf einen Mord schließen lassen. Und ausgerechnet dieser Mord steht in Zusammenhang mit dem Fall, in dem Harry und Perry gerade ermitteln…

Details
Regisseur: Shane Black
Darsteller: Robert Downey Jr., Val Kilmer, Michelle Monaghan
Erscheinungsjahr: 2005

Filmtipp: The Chaser

The Chaser
The Chaser

Der Zuhälter Eom Joong-ho (Kim Yoon-seok) vermisst zwei Prostituierte. Er vermutet, dass sie entweder abgehauen sind, oder von ihren Freiern verkauft wurden. Als auch noch Kim Mi-jin (Seo Young-hee) spurlos verschwindet, sucht er ihren Kunden auf. Für Joong-ho ist klar: Jemand vermiest ihm hier seine Geschäfte. Bald merkt er, dass hinter diesen Vorkommnissen mehr stecken muss, als er bisher ahnte. Ein sadistischer Killer (Je Yeong-min, gespielt von Ha Jung-woo) hat es auf Joong-hos Prostituierte abgesehen. Weil sich die Polizei durch ihre Inkompetenz hervortut, muss der Zuhälter die Sache selbst in die Hand nehmen.

“The Chaser” ist ein sehr gelungener, südkoreanischer Thriller aus dem Jahr 2008. Der Film, welcher auf dem Fall des Serienmörders Yoo Young-chul basiert, war das Regie-Debüt von Na Hong-jin. Für mich ist er eine ausgezeichnete Mischung aus Rache-Film und Detektivstory, in der sich die Hauptperson zwar rächen will, dabei jedoch nicht einfach Amok läuft. Er unterhält und macht Lust auf weitere Filme aus Südkorea, zu empfehlen wären da “The Man from Nowhere“, “Oldboy” oder “I Saw the Devil”.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Zuhälter Joong-hos Kapitalanlage wirft leider nicht den Gewinn ab, den er sich erhofft hatte. Einige seiner Mädchen sind verschwunden, so dass ihm nur noch die kranke allein erziehende Mutter Mi-jin bleibt, die Geld heranschaffen kann. Die Handynummer des Freiers kommt ihm aber seltsam bekannt vor. Haben sich nicht auch die anderen Nutten mit diesem Kunden getroffen? Der Ex-Cop vermutet eine Verschwörung. Hat der Freier die Mädchen etwa verkauft? Doch die Suche entwickelt sich plötzlich zu einem Wettlauf auf Leben und Tod. Denn der Kunde ist ein psychopathischer Killer, und Mi-jin immer noch bei ihm.

Details
Regisseur: Na Hong-jin
Darsteller: Kim Yoon-seok, Ha Jeong-woo, Seo Yeong-hee
Erscheinungsjahr: 2008

Wieso nur, ihr bösen Filmtitel?!

Ich frage mich ständig, wieso Filmtitel so oft dämlich übersetzt werden (gewisse Buchtitel bilden da keine Ausnahme…). Gerade war ich im Kino und sah den Film “Shootout – Keine Gnade”, der im Original “Bullet to the Head” heisst. Vermutlich traut man der deutsprachigen Welt einfach keine Englischkenntnisse zu – halt! – wieso ist ein Teil des neuen Titels dann ebenfalls in englischer Sprache? Wahrscheinlich weil deutsprachige Werbeprofis ja auch englische Werbesprüche mögen, welche oftmals falsch sind und von einem grossen Teil der Bevölkerung nicht verstanden werden. Teilweise übersetzen die Filmverleiher konsequent in unpassende Neuerfindungen, oder sie ersetzen englische durch englische Titel. Ebenfalls beliebt sind absolut unnötige Untertitel.

Für euch hier nun eine kleine Auswahl, bei der jedem Filmfan das Popcorn wieder hochkommt.

  • Voll Abgezockt (Original: Identity Thief)
  • Reine Nervensache (Original: Analyze This)
  • James Bond 007 – In tödlicher Mission (Original: For Your Eyes Only)
  • Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Original: Alien)
  • Zwei glorreiche Halunken (Original: Il buono, il brutto, il cattivo / The Good, the Bad and the Ugly)
  • 96 Hours (Original: Taken)
  • New York für Anfänger (Original: How To Lose Friends And Alienate People)
  • Tödliche Versprechen – Eastern Promises (Original: Eastern Promises)
  • Hot Fuzz – Zwei abgewichste Profis (Original: Hot Fuzz)
  • Der Super-Guru (Original: The Guru)
  • Rache ist Sexy (Original: John Tucker Must Die)
  • Wir waren Helden (Original: We Were Soldiers)
  • Fluch der Karibik (Original: Pirates of the Caribbean)
  • Erbarmungslos (Original: Unforgiven)
  • und viele, viele andere Beispiele…

Subjektiv gab es für mich aber auch gelungene Übersetzungen. So mag ich beispielsweise “Brügge sehen… und sterben” (Original: In Bruges), oder “Spiel mir das Lied vom Tod” (Original: C’era una volta il West / Once Upon a Time in the West). Was denkt ihr zu diesem Thema?

Filmtipp: Solomon Kane

Solomon Kane
Solomon Kane

Wer ist Solomon Kane? Nun, Solomon Kane ist die Hauptfigur einiger Bücher von Robert E. Howard, aber ebenfalls auch die Hauptfigur der Verfilmung der eben genannten Geschichten. Verfilmt hat sie der Regiesseur Michael J. Bassett (Wilderness), als Hauptdarsteller diente James Purefoy (Ritter aus Leidenschaft).

Solomon Kane wurde als Teenager von seinem Vater verstossen, weil er nicht Priester werden wollte. Bei einem Unfall stösst er seinen Bruder und Thronfolger der Ländereien seiner Famile von einer Klippe. Fortan dient er England und macht sich als unbezwingbarer Kämpfer einen Namen. Als ihm ein Diener des Teufels begegnet, und seine Seele verlangt, verliert er seine Männer. Er flieht zurück nach England. Doch auch dort lässt ihn sein Schicksal nicht in Ruhe.

Der sehr actionreich und spannend inszenierte FIlm verliert sich teilweise in schwach ausgearbeiteten Details. Die Story entwickelt sich sehr schnell und lässt wenig Raum für eigene Gedanken. Trotzdem ist Solomon Kane ein Muss für alle, die unterhaltsame Fantasyfilme mögen. Den Nebendarsteller Max von Sydow kennt man übrigens auch aus Filmen wie Wolfman oder Sag niemals nie.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Solomon Kane, ist ein gefürchteter Soldat des 16. Jahrhunderts, bewaffnet mit einem Arsenal an tödlichen Waffen. Wegen seiner brutalen und grausamen Taten gegen seine Feinde macht Kane schliesslich Bekanntschaft mit dem Gesandten des Teufels. Während dieser die dunkle Seele Solomons fordert, entscheidet der sich fortan für ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit. Als jedoch eines Tages eine dunkle und zerstörerische Macht Kanes Land bedroht, muss er seinen Schwur des Friedens brechen. Ein letztes Mal zieht er in den Kampf, wohl wissend, dass dieser sein Schicksal und das eines ganzen Volkes für immer verändern.

Details
Regisseur: Michael J. Bassett
Darsteller: James Purefoy, Max von Sydow, Rachel Hurd-Wood
Erscheinungsjahr: 2009

Filmtipp: Perdita Durango

Perdita Durango
Perdita Durango

Im Jahre 1997 erschien der Gangsterfilm Perdita Durango, ein spannender, schockierender und interessanter Roadmovie. Die Regie führte Álex de la Iglesia. An der mexikanisch-texanischen Grenze treffen Perdita Durango und der Santeria-Priester Romeo Dolorosa zusammen. Sie übernehmen den Auftrag einen Truck mit tiefgefrorenen Embryonen nach Las Vegas zu transportieren. Bevor sie jedoch losfahren, entführen sie ein weisses Teenager-Pärchen und wollen es in einer Art Santeria-Ritual opfern. Noch am selben Tag beginnt eine Jagd auf Perdita Durango und Romeo Dolorosa, bei der die Polizei, Verbrecher und der Vater der Entführten beteiligt sind.

Verkörpert wird Perdita Durango von Rosie Perez (2 Millionen Dollar Trinkgeld), die Rolle des Romeo Dolorosa übernahm Javier Bardem (No Country for Old Men). Álex de la Iglesia gelingt es Sympathie für die ungewöhnlichen Verbrecher zu wecken.

Wer No Country for Old Men noch nicht gesehen hat, sollte das sofort nachholen. Javier Bardem kann übrigens im nächsten James Bond (Skyfall) in der Rolle des Bösewichts Raoul Silva bestaunt werden.

Produktbeschreibung (amazon.de)
An der Grenze zwischen Mexico und Texas trifft die Ex-Prostituierte Perdita auf den durchgeknallten Romeo Dolorosa. Eine animalische Liaison beginnt. Romeo führt ein wildes Leben jenseits aller Gesetze und Tabus und lebt von der Inszenierung makabrer Voodoo-Rituale. Der Auftrag, für Mafiaboss Santos eingefrorene Embryos in einem Truck nach Las Vegas zu transportieren, kommt wie gerufen. Vorher kidnappen die beiden noch ganz nebenbei ein amerikanisches Teenager-Paar, welches fortan der sadistischen Gewalt der beiden ausgesetzt ist. für das Santeria-Ritual soll einer der beiden geopfert werden. Von Polizei und Mafia gejagt, kommt es in der entscheidenden Nacht zur Eskalation.

Details
Regisseur: Álex de la Iglesia
Darsteller: Rosie Perez, Javier Bardem, Screamin’ Jay Hawkins
Erscheinungsjahr: 1997

Filmtipp: The Man from Nowhere

The Man from Nowhere
The Man from Nowhere

In einem heruntergekommenen Haus lebt der Pfandleiher Cha Tae-Sik, gespielt von Won Bin (Mother). Im gleichen Haus wohnt auch ein junges Mädchen mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen. Seine Nachbarin stiehlt Drogen und versteckt sie ohne sein Wissen im Pfandhaus. Die Drogenhändler brechen in das Geschäft von Cha Tae-Sik ein und bedrohen ihn. Doch Tae-Sik weiss sich zu wehren. Trotzdem kann er nicht verhindern, dass die Nachbarin und ihre Tochter So-mi, verkörpert durch Kim Sae-ron (A Brand New Life), entführt werden. Die Drogenbosse zwingen ihn, für sie zu arbeiten, wenn er So-mi lebend wiedersehen möchte.

The Man from Nowhere ist ein Film des Regiesseurs Lee Jeong-beom. Bekannt wurde er 2006 durch das Drama Cruel Winter Blues. Die südkoreanische Produktion hat Ähnlichkeiten mit Léon – Der Profi von Luc Besson. Cha Tae-Sik lebt wie Léon zurückgezogen, giesst seine Topfpflanze und versucht mit seiner Vergangenheit klarzukommen. Das Nachbarmädchen scheint die einzige zu sein, welche ihn versteht. The Man from Nowhere wird effektvoll, düster und teilweise brutal inszeniert. Er unterhält und macht Lust auf weitere Filme aus Südkorea.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Tae-Sik lebt zurückgezogen und geht seiner Tätigkeit als Pfandleiher nach. Als sich seine Nachbarin durch einen Drogendiebstahl mit einem mächtigen Kartell anlegt und die Ware in seinem Pfandhaus versteckt, wird er unfreiwillig in die Sache hineingezogen. Die Nachbarin wird samt ihrer Tochter So-mi entführt und Tae-sik wird gezwungen, einen Job für das Kartell zu übernehmen, will er sie wiedersehen. Schnell wird ihm klar, dass er damit zur Marionette der Drogenbosse wird und es keinen Ausweg mehr gibt. Doch das Kartell hat nicht mit einem Pfandleiher gerechnet, der ein ausgebildeter Special Agent ist.

Details
Regisseur: Lee Jeong-beom
Darsteller: Won Bin, Kim Sae-ron, Kim Hyo-seo
Erscheinungsjahr: 2010

Filmtipp: Jonah Hex

Jonah Hex
Jonah Hex

Jonah Hex wird alles genommen. Seine Vergangenheit während des Amerikanischen Bürgerkriegs holt ihn ein, als Quentin Turnbull ihn und seine Familie gefangen nimmt. Jonah Hex muss beobachten wie seine Frau und sein Sohn lebendig verbrennen. Dann brandmarkt ihn Quentin Turnbull im Gesicht und entstellt Jonah Hex für das ganze Leben.

Ein Crowindianer findet den sterbenden Jonah Hex und päppelt ihn wieder auf. Dabei erhält er die Fähigkeit mit Toten zu sprechen. Angetrieben vom unbändigen Willen, seine Familie zu rächen, will er Quentin Turnbull töten. Doch das Schicksal scheint ihm zuvorgekommen zu sein, denn Turnbull stirbt bei einem Hotelbrand. Aber die Rachegefühle lodern weiter in Jonah Hex.

Jonah Hex wird von Josh Brolin (No Country for Old Men, True Grit) gespielt. Er macht seine Sache gut, manchmal bleibt seine Rolle jedoch blass, verglichen mit seinem Gegner Quentin Turnbull. John Malkovich (Burn After Reading, Con Air) spielt den wunderbar bösen Turnbull mit Leib und Seele. Die weibliche Hauptrolle, dargestellt von Megan Fox (Transformers), funktioniert nach meiner Meinung schlecht und stellt einen Fremdkörper im Film dar. Allgemein ist Jonah Hex, von Regisseur Jimmy Hayward (Horton hört ein Hu!), eine grundsolide Verfilmung der DC-Comic-Heftserie und bleibt über weite Strecken sehr unterhaltsam.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Jonah Hex, ein Vagabund mit entstelltem Narbengesicht, arbeitet als Kopfgeldjäger – seine einzige Möglichkeit auf ein anständiges Auskommen. Er weiß mit dem Colt umzugehen und hat schon viele Schlachten geschlagen, und egal wessen Gesicht auf einem Steckbrief landet – Jonah Hex spürt ihn todsicher auf. Selbst dem Tod nur knapp entronnen und stets am Abgrund zur Hölle, ist sein von Gewalt geprägtes Leben schon jetzt eine Legende. Das Schicksal verdammt ihn zum Einzelgänger – der einzige Mensch, der ihm etwas bedeutet, ist Lilah, deren Leben im Bordell Narben anderer Art hinterlässt.
Eines Tages holt Jonah seine Vergangenheit ein, als ihm die US-Army ein Angebot vorlegt, das er nicht ablehnen kann. Falls Jonah weiterhin auf seine Freiheit Wert legt, muss er den teuflischen Bandenchef Quentin Turnbull finden und unschädlich machen. Jener Turnbull hat Hex′ Familie auf dem Gewissen und Jonahs Gesicht mit einem Brandeisen hässlich verunstaltet. Jetzt ist er dabei, eine Privatarmee aufzustellen, um sein persönliches Höllenreich zu errichten.

Details
Regisseur: Jimmy Hayward
Darsteller: Josh Brolin, John Malkovich, Megan Fox
Erscheinungsjahr: 2010

Filmtipp: Pandorum

Pandorum
Pandorum

Als letzte Hoffnung einer überbevölkerten und sterbenden Erde startet das Raumschiff Elysium. Alles scheint gut zu gehen, bis Payton, gespielt von Dennis Quaid (The Day After Tomorrow) und Bower, gespielt von Ben Foster (The Mechanic), aus einem künstlichen Tiefschlaf erwachen. Der Strom ist ausgefallen und sie können keinen Kontakt zur Brücke aufnehmen. Sie wissen nicht wo sie sind und was ihre eigentliche Mission ist. Immer schneller wird klar, dass irgendwelche blinde Passagiere an Bord zu sein scheinen und sich an den Körpern der Überlebenden laben. Doch was ist real und was existiert nur in der Vorstellung von Payton und Bower?

In diesem beängstigenden Szenario spielt der deutsch-britische Science-Fiction-Thriler Pandorum von Regisseur Christian Alvart (Tatort, Antikörper). Pandorum ist eine gelungene Mischung aus Grusel, Zukunftsvision und spannender Geschichte, höchstens die Dialoge hätten teilweise mehr Pepp vertragen können. Wer Raumschiffe,  Action und Monster mag, sollte Pandorum dringend einmal ansehen.

Produktbeschreibung (amazon.de)
An Bord eines riesigen Raumschiffes erwachen die Astronauten Payton und Bower aus tiefem Schlaf – ohne Orientierung, ohne jegliche Erinnerungen. Auf sich gestellt, bleibt den beiden nicht viel Zeit: Das Energiesystem des Raumschiffs steht kurz vor dem Zusammenbruch. Durch die engen düsteren Luftschächte macht sich Bower auf den Weg zur Brücke – die einzige Chance, dem Tod in der dunklen Unendlichkeit zu entgehen. Nur über Funk hält er Kontakt mit Payton. Doch es dauert nicht lange, bis beide feststellen, dass sie nicht allein an Bord sind.

Details
Regisseur: Christian Alvart
Darsteller: Dennis Quaid, Ben Foster
Erscheinungsjahr: 2009

Filmtipp: I Saw the Devil

I Saw the Devil
I Saw the Devil

Alle kennen gute Hollywood-Filme, viele kennen die typischen, asiatischen Martial-Arts-Filme. Wer Filme mag, öffnet seinen Horizont – sieht auch über den L.A.-Einheitsbrei hinweg – und schaut nach Asien, oder speziell nach Südkorea. Gerade Südkorea verfügt über eine pulsierende Filmwirtschaft und produziert eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Genres. Einen Film davon, neben vielen die mir sehr gefallen, möchte ich heute vorstellen.

I Saw the Devil ist ein südkoreanischer Thriller des Regisseurs Kim Jee-woon. Bekannter als der Regisseur sind jedoch die Darsteller Lee Byung-hung und Choi Min-sik. Diese beiden Schauspieler kennen sicher einige aus anderen Filmen, von denen die meisten sehr gute Rezensionen erhielten. Lee: A Bittersweet Life, The Good, The Bad and The Weird; Choi: Oldboy, Lady Vengeance.

Mir gefällt die fesselnde Handlung der Geschichte, das düstere Setting in der sie spielt und auch das schauspielerische Können der Darsteller. Auf alle Fälle kein Film für Zartbesaitete. Wer Choi mag, sollte sich Oldboy und Lady Vengeance nicht entgehen lassen. Die beiden Filme gehören zu einer lose zusammenhängenden Rache-Trilogie von Park Chan-wook. Quentin Tarantino soll übrigens ein bekennender Fan des Regisseurs sein.

Produktbeschreibung (amazon.de)
Kyung-chul ist ein gefährlicher Serienmörder, dem die Polizei schon lange auf den Fersen ist. Skrupellos und äußerst brutal vorgehend, vergreift er sich an jungen Frauen. An einem verschneiten Abend ermordet er Ju-yeon, die Tochter des Polizeichefs Jang, auf bestialische Weise. Ihr Verlobter – Geheimagent Soo-hyun – schwört gnadenlose Rache. Er will Kyung-chul all die Schmerzen zufügen, die dieser seinen Opfern antut. Auch wenn er dazu selbst zum Monster werden muss. Er lässt sich für zwei Wochen beurlauben. Nicht, um das schreckliche Trauma zu verarbeiten, sondern um den psychopathischen Killer auf eigene Faust zu jagen. Ein erbarmungsloser Schlagabtausch beginnt, bei dem Soo-hyun seinen intelligenten Kontrahenten zu unterschätzen scheint.

Details
Regisseur: Kim Jee-woon
Darsteller: Lee Byung-hung, Choi Min-sik
Erscheinungsjahr: 2010