Uhrzeit umstellen für den europäischen Zusammenhalt – die EU soll sich lieber um wichtigere Themen kümmern

Die sogenannte Zeitumstellung – also der Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit – ist ein fruchtbarer Boden für ziellose Diskussionen. Vorgestern ging eine Umfrage der Europäischen Kommission zu diesem Thema zu Ende. Die Kommission wollte die Meinungen der europäischen Bürgerinnen und Bürger, Interessenträger und Mitgliedstaaten zu möglichen Änderungen der derzeitigen Sommerzeitregelung wissen. «The choices offered in the consultation include permanent summer time or permanent winter time», schreibt «Politico». Laut der «Welt» seien mehr als 4,6 Millionen Antworten eingegangen. Im Vergleich dazu: In den 28 EU-Staaten leben gemäss Eurostat aktuell über 512 Millionen Menschen. Das Ergebnis wurde zwar noch nicht veröffentlicht, aber schon jetzt ist…

Monaco-Feeling für Zürich. Die Formel-E-Boliden sind mit 225 Sachen durch das Enge-Quartier gebraust. Foto: Pascal Wiederkehr

Evolution? Vom Lokaljournalist zum Motorsport-Journalist

Das erste Formel-E-Rennen der Geschichte in Zürich war ein Erlebnis – und für mich eine fotografische Herausforderung. Gewonnen hat der Brasilianer Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler), gefolgt vom Briten Sam Bird (DS Virgin Racing) und dem Belgier Jérôme D’Ambrosio (Dragon Racing).

Im Februar wurden nicht nur die Sirenen für den Notfall getestet – auch die USR III ist ein Warnsignal

Immer am ersten Mittwoch im Februar wird in der Schweiz der jährliche Sirenentest durchgeführt. 99 Prozent der Sirenen haben 2017 laut dem zuständigen eidgenössischen Departement funktioniert. Ein weiterer Sirenentest fand dieses Wochenende im übertragenen Sinn mit der Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform III (USR) statt. Die Frage ist, ob man die Warnung in Bundesbern wirklich hören wird: Heute hat das Stimmvolk die USR III klar abgelehnt. 59,1 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer sagte Nein. Der griffige Titel «Bundesgesetz über steuerliche Massnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmensstandorts Schweiz» hatte eigentlich alles in sich, was Herr und Frau Schweizer gewöhnlich zu einem Ja bewegen konnte. Doch weder…

Schokolade zum Frühstück?

Obwohl der Film «Bridget Jones’s Diary» schon etwas Staub angesetzt hat: Der Zusatz des deutschen Titels – Schokolade zum Frühstück – passt fast perfekt zum morgigen Katerfrühstück. Doch ob 2017 so bitter weitergeht, wie das vergangene Jahr geendet hat, oder vielleicht doch etwas süsser wird, hängt von jedem Einzelnen ab. 2016 brachte uns President-elect Donald Trump, Flüchtlinge, die humanitäre Katastrophe im Syrien-Krieg, die Anschläge in Nizza und Berlin, der Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union, grosse Wahlerfolge der Alternative für Deutschland (AfD) und das Desaster um die österreichischen Präsidentschaftswahlen. Nur einige Höhepunkte, die uns 2016 serviert hat. Alles in allem war…

11 Gründe, heute Abend der Schweiz die Daumen zu drücken

Heute Abend spielt die Schweiz gegen Rumänien. Also eigentlich müsste es ja Rumänien gegen die Schweiz lauten, aber das ist ja egal. Die mit den weissen Trikots sind die Schweizer. Die anderen tragen Gelb. Der ehemalige GC-Profi Viorel Moldovan steht als Co-Trainer der Rumänen am Spielfeld. Haris Seferović trifft dieses Mal wirklich. Vielleicht. Ach Haris… Der Match findet um 18 Uhr statt. Zumindest die Affoltemer dürften dann noch im 32er feststecken. Die Public Viewings in Zürich sind leer (nicht wegen dem Wetter), weil alle die «Scheisse» an der Manifesta 11 ansehen («The Zurich Load» – ein Kunstwerk aus 80 Tonnen…

Fragen, die man sich stellen sollte – und die (impliziten) Antworten dazu

Bin ich freundlich oder schwach? Stark oder starr? Zufrieden oder satt? Ehrlich oder einfach nur glatt? Georgas-Frey, P. (2015). Zeitspuren: Fragen, die ich mir zu selten stelle (p. 110). Das Jahr 2015 hat für mich in Köln geendet und das Jahr 2016 in Köln begonnen. Noch während ich meine Zeit in der Domstadt genoss, gab es in München eine Terrorwarnung. Das Resultat: Allgemeine Verunsicherung und erhöhte Polizeipräsenz an neuralgischen Punkten wie Bahnhöfen oder Flughäfen. Natürlich ist es wichtig, dass die Polizei Terrordrohungen ernst nimmt und uns vor möglichen Anschlägen schützt. Terrorwarnungen dürfen aber nicht zum Normalzustand werden. Was in der…

Dunkle Wolken über Zürich

Europa hat Probleme mit Flüchtlingen, dabei war Emigration für seine Bevölkerung lange die einzige Möglichkeit

«Ihr verdient es nicht, Europa genannt zu werden», soll der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi anlässlich des jüngsten Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gesagt haben. Es sei sogar noch weiter gegangen: «Wenn dies eure Idee von Europa ist, dann könnt ihr sie behalten.» Wenn Europa nicht Solidarität zeige, werde mit den Diskussionen nur Zeit verschwendet. Italien und Griechenland hatten an diesem Gipfel gefordert, dass die anderen EU-Staaten 40’000 Flüchtlinge aufnehmen sollen – also eine Umverteilung der Flüchtlinge. Man hat sich dann dem Vernehmen nach gegen eine verpflichtende Flüchtlingsquote ausgesprochen und auf eine freiwillige Umverteilung geeinigt. Mit der Freiwilligkeit ist es…

Screenshot NZZ.ch Lobbying im Bundeshaus

Wer gehört zu wem?

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) hat die Interessenbindungen der Parlamentarier in Bundesbern visualisiert. Die interaktive Grafik basiert auf der offiziellen Liste der zum National- und Ständerat Zutrittsberechtigten. «Jedes Ratsmitglied kann 2 Personen (Gast – Familienmitglieder, Freund/in, Lebenspartner/in, usw. -, Persönliche/r Mitarbeiter/in, Interessenvertreter/in) Zutritt zu den nicht öffentlichen Bereichen des Parlamentsgebäudes ermöglichen», steht auf der offiziellen Seite des Parlaments. Zusätzlich hat die NZZ die Daten des Handelsregisters mit Stand 12. Februar 2014 ausgewertet und die Ergebnisse zur Darstellung der Interessenbindungen mit den Personen verknüpft. NZZ: Lobbying im Bundeshaus War sicher eine Heidenarbeit und lässt etwas tiefer in den Interessen-Dschungel blicken. Ich…

Schweizer würden Merkel wählen

Angela Merkel oder Peer Steinbrück? Am 22. September 2013 wählt Deutschland und die Chancen stehen gut, dass die CDU/CSU – gemeinsam mit einem „Juniorpartner“ – weiter regieren darf. Deutsche wählen lieber den Status quo, statt sich auf ein Experiment mit „Peitschen-Peer“ einzulassen. Welche Partei würden Schweizerinnen und Schweizer wählen, wenn sie denn im grossen Kanton wählen dürften? Angela Merkel ist sozusagen die Hüterin Europas. Deutschland schaut für seine europäischen Partner und will im Gegenzug auch etwas erhalten, nämlich Stabilität in der Europäischen Union. Doch jetzt kommt die Krux: Die Schweiz ist kein Mitglied der EU. Wir gehen unseren Sonderweg, was…

Heippa Sveitsi!

Tschüss Schweiz, oder heippa Sveitsi, falls ich das richtig übersetzt habe. Dank zwei katastrophalen Niederlagen darf die Schweiz nicht an den Viertelfinals teilnehmen. Die Schweiz verlor 2:4 gegen Frankreich und 0:1 gegen die Slowakei. Weil das letzte Spiel der Vorrunde gegen die USA nur noch statistischen Wert hat, darf das Schweizer Fernsehen auch gerne auf eine Übertragung verzichten. Diese Eishockey Weltmeisterschaft war eine herbe Enttäuschung.