Was ist öffentlich? – #selfiegate

Ab wann ist etwas öffentlich, wann ist man eine «Person des öffentlichen Lebens»? Ein interessanter Artikel von Philippe Wampfler.

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Recherchen der NZZ haben ergeben, dass eine Angestellte des Bundes aus dem Bundeshaus Nacktbilder per Twitter verbreitet hat. Die Frau hatte auf ihrem mittlerweile gelöschten Profil über 10’000 Follower und verbreitete im Netz harte pornografische Inhalte, in denen sie selbst zu sehen war. Wie zu erwarten konnte ihr Profil im Laufe des Tages von den Boulevardmedien ermittelt werden, welche die Bilder veröffentlicht haben. Die Frau wurde vom Bund freigestellt.

Der Fall zeigt, dass eine Aushandlung dessen, was Arbeitspflichten sind, welche Formen von Sexualität gesellschaftlich akzeptiert werden und wie Einzelpersonen und Institutionen medial agieren dürfen, regelmäßig das Leben von Menschen zerstört, aber unumgänglich ist.

Aus der Social-Media-Perspektive ist die Frage relevant, was geschieht, wenn Bilder aus einem prominenten Profil (wenige private Schweizer Accounts knacken die 10’000-Follower-Grenze) von Massenmedien abgedruckt werden. Die Bilder, so die naive Argumentation, seien ja öffentlich, weil sie in einem Webbrowser abrufbar seien. Diese Argumentation ist nicht haltbar, wie ich…

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Listicles im Deutschunterricht

Schade, dass dies bisher hauptsächlich mit eher sinnfreien Inhalten gemacht wird. Grundsätzlich ist die Idee aber spannend. Solche Listicles regen zum Weiterdenken an, gerade weil sie einfach aufbereitet sind.

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Seit letzte Woche mit blickamabend.ch der erste deutschsprachige Buzzfeed-Klon gestartet ist, verbreitet sich eine neue Textsorte: So genannte Listicles. Der Zusammenzug aus »List« und »Article« führt zu einer nummerierten Liste, in der ein Thema mit einer Kombination von Schlagzeilen, Bildern und Kommentaren dazu. Ich habe dazu selbst ein Beispiel gebastelt: Ein Kafka-Listicle.

Die Frage, wie leistungsfähig das Format ist, will ich hier nicht ausführlich abhandeln. Es entstammt aus einem Infotainment-Ansatz, der Informationen unterhaltsam verpackt. Viele Listicle-Geschichten sind rein unterhaltsam, einige haben durchaus einen Informationsgehalt, den man ernst nehmen kann. Hier ein Beispiel:

 Bildschirmfoto 2013-12-17 um 14.16.59

Eine Klasse habe ich beauftragt, Listicles zu schreiben. Folgende Schritte ermöglichen einen einfachen Zugang:

  1. Lektüre von Listicles.
  2. Beschreibung der wesentlichen Merkmale (nummerierte Liste – Zusatztipp von Simon Haering: die Anzahl sollte ungerade sein, um zu zeigen, dass sie nicht fertig ist -, Text-Bild-Kombination, Quellenangaben, auch bewegte Bilder, häufig .gifs).
  3. Vereinbarung des Themas…

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FOMO – Die ständige Angst etwas zu verpassen

Philippe Wampfler über “Fear of Missing Out”. Sicher auch für den einen oder anderen Leser meines Blogs interessant. 🙂

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Nachdem ich kürzlich hier neue Forschungsergebnisse über die »Fear of Missing Out« präsentiert habe, konnte ich daraus einen Essay für die Aargauer Zeitung verfassen. Er ist hier im Netz publiziert worden.

E-Paper-Ausgabe_AZ Aarau_Donnerstag, 3 Oktober 2013 (1)

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