Brett Kavanaugh and how to actually bring about change

Gastbeitrag von Stephanie Turin

The echo chamber that is my Facebook page is flooded with grief and disbelief on the eve of Brett Kavanaugh’s election as Associate Justice of the Supreme Court of the United States. Whether or not Kavanaugh had been found guilty of the crime(s) he allegedly committed: the man disqualified himself on many levels by objective measure. Yet, he will serve the nation’s highest court for a lifetime. The distraught voices of protest in the Senate gallery scintillated with rage. There is an imminent, desperate tone to the activists’ chants. Similarly, in the photograph below, shared on Facebook by NPR photo editor Mary Mathis, the distraught woman asks: “How are we going to find the strength to keep on fighting?”

As an expatriate US citizen, I find myself ethically beyond perturbed by the Kavanaugh development. Emotionally, however, the consequences feel distant and dull at best. For me personally, the sun will rise again come morning. I will go to work and I will go about my personal business. While some may put their necks on the line for collective injustice, the reality is that most of us will not. We may re-post a YouTube video or two, we scan the headlines on our preferred news apps in the morning and we might moan to our friends over after-work drinks. In a recent article published on “Medium”, Ijeoma Oluo rightly points out that our rage ought to be put to good use. While I wholeheartedly agree with the energizing and productive quality of anger, I also believe that we are fundamentally stirred by the personal and the immediate. It is there, where we should be investing the limited resource that is our emotional energy. Demonstrative resistance is well and good – a rightful tool within the democratic process. But I can’t help but wonder if the heartbroken woman in the image above isn’t investing too much of her resources beyond the scope of her immediate surroundings.

True transformation is essentially forged through the diligent and often solitary work of untangling oneself, integrating the conscious and unconscious and becoming truly yourself. This encapsulates loosely what Carl G. Jung, Swiss psychiatrist and founder of analytical psychology, referred to as Individuation. And let’s be clear: the health of our collective is vitally dependent on the work of the silent middle, wedged between one-sided, opposing extremes. Kavanaugh’s yay-Sayers were never going to be swayed by a noisy minority of angry protesters in revolt. So before you feel guilty for not doing your part in political activism, consider first what can be done closer to home.

Where do your friends personally draw the line when it comes to sexual harassment? Chances are, your opinions will diverge. How does your partner react when a close friend is displaying behavior he doesn’t agree with? We’ve all known a Kavanaugh-type. Do you advocate for yourself at work? If you admired Christine Blasey Ford’s courage to speak up, go ahead and negotiate a higher salary if you’re in a position to do so. Do you hold yourself accountable when it comes to your own priorities? The more balanced and nourished you are as an individual, the more resources you have to allocate to causes you feel passionate about. Reestablishing collective political balance is entirely contingent on each of us tending to our own metaphorical backyard. We have the potential to be greater than the sum of our individual parts – but only so long as the individual parts are whole and thriving.

Warum auch 1000 Fakten gegen Trump und Co. nichts bringen, weil sie deren Anhänger nicht lesen werden, damit aber genau das Gegenteil erreicht wird

«Nothgroschen, Redakteur der ‹Netziger Zeitung›.» «Also Hungerkandidat», sagte Diederich und blitzte. «Verkommene Gymnasiasten, Abiturientenproletariat, Gefahr für uns!» Alle lachten; der Redakteur lächelte demütig mit.

Die Presse gibt in Heinrich Manns Werk «Der Untertan» kein gutes Bild ab. Der Machtmensch Diederich Hessling, der meist nach oben buckelte und nach unten trat, hatte Nothgroschen in der Hand. Was dachte sich der Redakteur wohl dabei, als er die Ergebenheitsdepesche an den deutschen Kaiser, geschrieben von betrunkenen «Kaisertreuen», zugespielt erhielt? Und als dann Diederich Hessling ihm eine gefälschte Belobigung für den Todesschützen übergab, die angeblich vom Kaiser höchstpersönlich stammte, da war er hin und weg. Die «Netziger Zeitung», das Sinnbild einer gefügigen Presse. «Aber Nothgroschen sah es nicht an, er starrte nur, wie entgeistert, auf Diederich, auf seine steinerne Haltung, den Schnurrbart, der ihm in die Augen stach, und die Augen, die blitzten», schrieb Mann.

Vor mehr als hundert Jahren hat der Schriftsteller seinen wohl bekanntesten Roman beendet. Bis er als Buch erscheinen konnte, fiel er der Zensur zum Opfer, danach wurde das Werk zum Kassenschlager. Die wahre Bedeutung können wir aber nur aus der Distanz erahnen. «Der Untertan» ist eine satirischer Roman, aber nicht nur. Es ist vor allem eine Zeitdiagnose des bürgerlichen Deutschlands unter der Regierung Kaiser Wilhelms II. Nun, ich bin kein Historiker und schon gar kein Literaturwissenschaftler. Aber irgendwie scheint es mir, als würde ich Parallelen zur heutigen Gesellschaft erkennen können.

Steigende Abozahlen dank Trump
Wilhelminismus nennt man die Epoche unter Kaiser Wilhelm II. Trumpismus, Putinismus, Erdoganismus – so könnte man die heutige Zeit umschreiben. In einem älteren Beitrag habe ich geschrieben, dass Trump eine Chance für guten Journalismus ist. Dieser Meinung bin ich immer noch. Tatsächlich aber ist er das nur, wenn sich die Medien bewusst sind, wie unsere Gesellschaft funktioniert. In «Der Untertan» sehen die «Kaisertreuen» eine Gefahr in der freien Presse, nutzen sie aber geschickt aus, um ihre Botschaft zu verkünden. Trump, Putin und Erdogan haben Mühe mit den Medien. Vor allem dann, wenn sie nicht das bringen, was sie gerne von sich selbst hören, lesen oder sehen wollen. Trump bewirkt mit seinem Widerstand gegen die unliebsamen Medien gar das Gegenteil. Zeitungen wie «New York Times» sollen sich angeblich steigenden Abozahlen erfreuen dürfen.

Das Dumme ist, dass die neuen Leserinnen und Leser auch bei der «New York Times» die von den genannten Herren und ihren politischen Hintermännern gestreuten Botschaften vorgesetzt bekommen. Manchmal mit mehr oder weniger treffender Einordnung der jeweiligen Journalistinnen und Journalisten – nichtsdestotrotz aber im Kern das Programm der Kritisierten. Also genau das Gegenteil, was man erreichen möchte. Hinzukommt, dass Trump-Wähler keine «New York Times» oder «Washington Post» lesen. Sie sehen auch kein «CNN», bei vielen läuft «Fox News» in der Dauerschleife. Wer die «New York Times» liest, der hat sie abonniert, weil er sich in seiner Meinung bestätigen lassen will. Er würde das Abonnement vermutlich wieder kündigen, wenn man plötzlich positiv über den aktuellen US-Präsidenten schriebe.

Esel vor dem Karren
Trump, Putin oder Erdogan selber dürfte es eigentlich egal sein. Ihre Botschaft kommt vors Volk. Entweder von den gefügigen Medien oder den anderen, die sich als Esel vor den Karren spannen lassen und sich als freie Medien bezeichnen. Auch dazu hat Heinrich Mann einen schönen Satz geschrieben: Diederich rief aus: «Mein schönster Lohn ist es, dass der ‹Lokal-Anzeiger› meinen schlicht bürgerlichen Namen vor die Allerhöchsten Augen selbst gebracht hat!»

Nachricht und Kommentar strikt trennen
Doch statt jetzt von einem Ende der vierten Gewalt jammern zu müssen, braucht es Taten: Zuerst einmal eine strikte Trennung von Nachricht und Kommentar. In einigen Zeitungen werden Beiträge mit Wertungen mit grauem statt schwarzem Titel versehen. Das reicht aber nicht aus, weil es zu wenig auffällt. Medien können nur Vertrauen schaffen, wenn sie transparent machen, wo Wertungen enthalten sind. Fakten prüfen, suchen und einordnen kann der Journalist, in dem er Experten sprechen lässt. Alles andere gehört in den Kommentar. Zudem ist Ausgewogenheit äusserst wichtig. Zeitungen müssen keine Politik betreiben, sie müssen die Politik überwachen. Wer anfängt, Partei zu ergreifen, der vertreibt genau die Menschen, die er eigentlich überzeugen möchte. Und genau dann wird es gefährlich. Und zu guter Letzt: Jemand ist immer schneller. Den Wettbewerb mit den sozialen Medien können klassische Medien nicht gewinnen. Wer sich darauf einlässt, der tut genau das, was sich Diedrich Hessling nie hätte träumen lassen. «Hurra – hurra – hurra!», würde Diederich gemeinsam mit Trump, Putin und Erdogan rufen.

Trump ist eine Chance für guten Journalismus

«I don’t like tweeting, I have other things I could be doing», sagte der US-Präsident Donald Trump kürzlich gegenüber «Fox News». «But I get very dishonest media, very dishonest press and it’s my only way that I can counteract.» Bei anderer Gelegenheit soll er Journalisten als «among the most dishonest human beings on earth» bezeichnet haben. Grund dafür war die Berichterstattung über die Anzahl Personen, die seine Inauguration besucht haben. Natürlich musste sich auch sein Mediensprecher Sean Spicer dazu äussern. Stichwort «Fake-News».

Nun, es ist mir gelinde gesagt völlig egal, wie viele Leute bei Trumps Amtseinführung dabei waren. Präsident Donald Trumps Meinung zu den Medien in allen Ehren – viel wichtiger ist es, diese unglaubliche Chance zu nutzen. Während sich traditionelle Medien seit Jahren gegen Niedergang stemmen, könnte ihnen jetzt eine besonders wichtige Rolle zuteilwerden. In diesen Zeiten ist es umso wichtiger, dass nicht alles einfach für bare Münze genommen wird. Doch wie damit umgehen? «How to deal with Trump’s tweet?» Das fragte sich auch «CNN».

Bisher lief das so: Trump haut seine 140-Zeichen in die Tastatur, klickt auf «Tweet» und kurz darauf berichten die Medien darüber. Ein Beispiel:

Vor knapp einer Stunde schrieb Donald Trump: «Wow, television ratings just out: 31 million people watched the Inauguration, 11 million more than the very good ratings from 4 years ago!» Wenig später war die Aussage bereits Teil eines Artikels von «The Guardian». In diesem Fall ist der Schaden gering, denn die britische Zeitung liess den Tweet nicht völlig unkommentiert und schrieb: «His comparison was with Barack Obama’s second inauguration, an event inevitably less watched than his first which attracted crowds of a similar size to Saturday’s Women’s March on Washington.» In anderen Fällen haben die Medien aber geholfen, Aussagen von Trump ohne Faktencheck weiterzuverbreiten.

Im besten Fall sollte es so laufen: Trump haut seine 140-Zeichen in die Tastatur, klickt auf «Tweet» und es passiert erstmal gar nichts. Dann prüfen die Journalistinnen und Journalisten die Fakten und stellen die Aussage in den richtigen Kontext. Man kann auf der Redaktion immer noch entscheiden, ob überhaupt darüber berichtet werden muss. Das schöne an den sozialen Medien ist ja, dass jeder Interessierte daran teilhaben kann – ohne Abo. Wenn Präsident Trump schon die Medien umgehen will, weil er ihnen nicht vertraut, dann sollten diese aber nicht gleichzeitig alles weitergeben, was er in 140 Zeichen fassen kann. Dieser Verlautbarungsjournalismus ist gefährlich. Genau hier müssen die traditionellen Medien ansetzen: Fakten prüfen und erst dann berichten. Das ist richtiger Journalismus. «The Washington Post» geht sogar einen Schritt weiter und bietet den «Fact Checker». Und wer richtigen Journalismus betreibt, der gewinnt an Glaubwürdigkeit und vielleicht am Ende wieder an Lesern oder Zuschauern. Trump ist also eine Chance für guten Journalismus.

Die Betriebspause in der Blogosphäre

Der Haushaltsstreit legt die Regierung in den USA lahm. Seit dem 1. Oktober haben etwa 800’000 Regierungsangestellte unbezahlten Urlaub. Glücklicherweise hat der “Shutdown” bisher auf die Börse wenig Einfluss, für die beurlaubten Angestellten ist es jedoch sehr mühsam.

Ich habe mich in der Blogosphäre umgeschaut und die fünf besten Artikel, welche auf von wordpress.com gehosteten Blogs veröffentlicht wurden, zusammengetragen.

  1. casitavida – Surviving the Furloughed Worry Load: General Tips
  2. nadinesreise – 1. Oktober: Honeymoon Shutdown
  3. Pingu-Mania – US-Shutdown immer schlimmer
  4. Kelly Guymon Photography – Zion NP to Reopen (Soon)
  5. Explore – Capture – Create – The Government Shutdown

Hilft die Google Brille bei der Hexenjagd?

Wer sie bereits hat, kann sich glücklich schätzen und sich zu den “Super”-Nerds zählen. Alle anderen müssen mindestens bis Ende 2013 auf “Google Glass” warten.

Google Glass ist ein Miniaturcomputer, welcher wie eine Brille am Kopf getragen wird, und vor einem Auge Informationen auf einem Display anzeigen kann. Während sich die Datenschützer bereits jetzt die Haare ausreissen, jubeln IT-Experten über diesen technischen Meilenstein.

Es liegt auf der Hand, dass eine solche Technologie missbraucht werden könnte. Vielleicht wartet auch ein Teil der Bevölkerung von Papua-Neuguinea auf diese neue Technologie. Offiziell wird “Witch-hunt”, also Hexenjagd, nicht als Funktion der Google Brille angeboten, jedoch könnten findige Hexenjäger dieses Manko noch ausmerzen.

Mit dem Sprachkommando: “ok, glass, hunt the witch”, soll das Feature “Witch-hunt” ausgelöst werden. Die Brille könnte dann ein Foto der betreffenden Hexe machen, direkt an alle anderen Hexenjäger weiterleiten und ihnen einen Termin im elektronischen Kalender eintragen. Gleichzeitig wird nun im Blickfeld die kürzeste Route zum nächsten Scheiterhaufen oder Richtplatz angezeigt.

Ob und wie Google gegen den Missbrauch der Google Brille vorgehen will, ist bis dato nicht bekannt. Das “The 5-Point Café” in Seattle verbietet Google Glass schon einmal pro­phy­lak­tisch.

Die Verantwortlichen für den Weltuntergang

Noch fünf Monate bis zum Weltuntergang! Meine intensiven Recherchen haben mögliche Verantwortliche für das drohende Armageddon hervorgebracht. Welche Handlungen oder Ereignisse könnten die Welt untergehen lassen? Ihr solltet die Augen offen halten, liebe Leser.

    • Sheldon, Leonard, Raj und Howard werden einen Laserstrahl zum Mond schicken und ihn explodieren lassen. Die Konsequenzen auf die Gezeiten sind nicht absehbar.
    • Mitt Romney wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
    • Stephen King schreibt seine Version von Fifty Shades of Grey.
    • Stanley Kubrick steigt aus dem Grab und verfilmt Kings Version von Fifty Shades of Grey.
    • Die Eulen tragen keine Schulden mehr nach Athen.